In der Reihe Quaestiones Disputatae (QD) ist gerade ein neuer Sammelband von Martina Bär und Julia Enxing zur Frage der Geschlechteranthropologie in Kirche und Theologie erschienen.
Im Abschlussdokument der Weltsynode 2024 ist in unterschiedlichen Kontexten von einer Reziprozität im Miteinander die Rede – auch im Geschlechterver hältnis. Mit der Anwendung des Reziprozitätsbegriffs auf die Geschlechter ist die wissenschaftlich längst überholte, lehramtlich bislang jedoch fixierte Vor stellung einer Komplementarität der Geschlechter abgelöst worden. Liegen hierin Vorboten einer neuen lehramtlichen Geschlechteranthropologie? Der Band geht dieser Frage interdisziplinär nach und eröffnet Denkwege zur weiteren theologischen Bestimmung des Reziprozitätsbegriffes.