Am 19. und 20. Juni 2026 fand an der Theologischen Fakultät der Universität Rostock die dritte interkonfessionelle Tagung des Forschungsnetzwerks „Iconic Turn in den christlichen Konfessionen“ statt. Unter dem Titel „Letzte Bilder“ widmeten sich rund 20 Teilnehmer:innen aus Deutschland, Österreich, Dänemark und Rumänien der Frage, welche Bedeutung Bilder im Angesicht von Sterben, Tod und Eschatologie besitzen und welche Erkenntnispotenziale sie für Theologie, Religionswissenschaft, Philosophie, Kunst- und Kulturwissenschaft eröffnen.
Die Tagung wurde von Prof. Dr. Martina Bär (Graz), Prof. Dr. Daniel Benga (München), Prof. Dr. Malte Krüger (Marburg) und Prof. Dr. Stefan Dienstbeck (Rostock) veranstaltet. Die Vorträge spannten von bildtheoretischen Reflexionen über Leidensdarstellungen und antike Literaturtheorie bis hin zu eschatologischen Bildwelten, frühneuzeitlichen Epitaphien, Sterbebettdarstellungen, Funeralporträts und Kunstwerken, die als "Letzte Bilder" gelten, einen weiten Bogen.
Ein besonderer Höhepunkt war die feierliche Eröffnung des Instituts für Bildtheorie an der Universität Rostock. In ihren Grußworten unterstrichen Dekanin Prof. Dr. Ulrike Schröder sowie das Leitungsteam des Netzwerks die wachsende Bedeutung der Bildwissenschaft für die Theologie und die Geisteswissenschaften insgesamt. Die Gründung des Instituts markiert einen wichtigen Meilenstein für die weitere institutionelle Etablierung bildtheoretischer Forschung.
Wie bei den vorangegangenen Tagungen zeichnete sich auch das Rostocker Treffen durch intensive Diskussionen, einen offenen interkonfessionellen Austausch und eine ausgesprochen kollegiale Atmosphäre aus. Das Netzwerk konnte damit seine Rolle als zentrale Plattform für die Erforschung der Bedeutung von Bildern im Christentum weiter stärken und neue Impulse für zukünftige gemeinsame Forschungsprojekte setzen.